







IAA MOBILITY Weekly
Die Mobilitäts-Highlights der Woche 23/2026
SEAT, CUPRA, Volkswagen, Uber, Autobrains, WeRide, Vattenfall, Hyundai, Kia
- Weekly News
- 23/2026

SEAT-Werk Martorell startet Produktion von CUPRA Raval und Volkswagen ID. Polo, Uber, Autobrains und NVIDIA planen Robotaxi-Dienst in München, WeRide und Uber planen erstes gemeinsames Robotaxi-Projekt in Europa und Vattenfall, Hyundai und Kia starten Vehicle-to-Grid-Pilotprojekt in den Niederlanden - das sind unsere Top News in Woche 23 des Jahres 2026.
SEAT-Werk Martorell startet Produktion von CUPRA Raval und Volkswagen ID. Polo, Uber, Autobrains und NVIDIA planen Robotaxi-Dienst in München, WeRide und Uber planen erstes gemeinsames Robotaxi-Projekt in Europa und Vattenfall, Hyundai und Kia starten Vehicle-to-Grid-Pilotprojekt in den Niederlanden - das sind unsere Top News in Woche 23 des Jahres 2026.
- 1. SEAT-Werk Martorell startet Produktion von CUPRA Raval und Volkswagen ID. Polo
- 2. Uber, Autobrains und NVIDIA planen Robotaxi-Dienst in München
- 3. WeRide und Uber planen erstes gemeinsames Robotaxi-Projekt in Europa
- 4. Vattenfall, Hyundai und Kia starten Vehicle-to-Grid-Pilotprojekt in den Niederlanden
- 5. i-charging präsentiert 500-kW-Ladesystem für Pkw und Nutzfahrzeuge

Das Werk Martorell von SEAT und CUPRA hat die Serienproduktion des vollelektrischen CUPRA Raval und des Volkswagen ID. Polo aufgenommen. Beide Modelle sind zentrale Bestandteile der „Electric Urban Car Family“ des Volkswagen Group und sollen Elektromobilität im Volumensegment erschwinglicher machen.
Mit dem Produktionsstart setzt Martorell seine Transformation zum Elektrofahrzeugwerk fort. Bereits seit März werden dort Batteriesysteme mit einer Kapazität von bis zu 300.000 Einheiten pro Jahr gefertigt. Der CUPRA Raval und der Volkswagen ID. Polo sind die ersten von vier kompakten Elektrofahrzeugen, die vollständig in Spanien entwickelt und produziert werden. Später folgen der Volkswagen ID. Cross sowie der Škoda Epiq.
Für den Volkswagen-Konzern haben die beiden Modelle hohe strategische Bedeutung: Mit Einstiegspreisen von unter 25.000 Euro für den ID. Polo und rund 26.000 Euro für den CUPRA Raval sollen neue Kundengruppen für die Elektromobilität gewonnen werden. Die ersten Auslieferungen sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

Uber, Autobrains und NVIDIA haben eine Partnerschaft zur Einführung eines Robotaxi-Dienstes in Munich angekündigt. Das auf der NVIDIA GTC Taipeh vorgestellte Projekt soll – vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen – den Aufbau eines kommerziell skalierbaren autonomen Fahrdienstes in Europa ermöglichen.
Ziel ist ein herstellerunabhängiges Robotaxi-Modell, das auf unterschiedlichen Fahrzeugplattformen eingesetzt werden kann. Die autonome Fahrintelligenz stammt von Autobrains und basiert auf einem agentenbasierten KI-Ansatz, bei dem spezialisierte KI-Agenten einzelne Fahraufgaben und Verkehrssituationen analysieren und in Echtzeit Entscheidungen treffen.
Die Software läuft auf der NVIDIA DRIVE Hyperion-Plattform, einer Level-4-Architektur für autonome Mobilitätsdienste. Durch standardisierte Sensorik und automobiltaugliche Rechenhardware soll die Technologie kosteneffizient auf verschiedene Fahrzeugmodelle übertragbar sein.
Uber bringt sein globales Ride-Hailing-Netzwerk ein. Die Robotaxis sollen direkt über die Uber-App buchbar sein. Langfristig wollen die Partner ein offenes Plattformmodell etablieren, das Fahrzeughersteller, autonome Fahrtechnologien und Mobilitätsdienste miteinander verbindet und die Skalierung autonomer Fahrdienste in weiteren Städten erleichtert.

Das chinesische Technologieunternehmen WeRide und Uber starten ihr erstes gemeinsames Robotaxi-Projekt in Europa. Der kommerzielle Pilotdienst soll noch 2026 in der Region Madrid starten, wobei die Fahrten direkt über die Uber-App gebucht werden können.
Zum Start werden die autonomen Fahrzeuge von Sicherheitspersonal begleitet. Langfristig planen die Partner jedoch den Übergang zu vollständig fahrerlosen Robotaxi-Diensten. Gemeinsam mit AVOMO, einer Tochter der Moove Cars Group, soll die Flotte schrittweise auf mehrere Hundert Fahrzeuge erweitert werden.
Technologische Grundlage bildet die autonome Fahrplattform WeRide One sowie die Simulationsumgebung GENESIS, mit der Fahrfunktionen trainiert und optimiert werden. Das Projekt baut auf den bisherigen Einsätzen der Partner in Abu Dhabi und Dubai auf, wo bereits kommerzielle Robotaxi-Dienste betrieben werden.
Madrid wird damit zur ersten europäischen Stadt im Rahmen der strategischen Partnerschaft von WeRide und Uber. Bis 2030 wollen die Unternehmen Robotaxi-Dienste in insgesamt 15 Städten etablieren und langfristig weltweit mehrere Zehntausend autonome Fahrzeuge einsetzen.

Der Energieversorger Vattenfall und die Hyundai Motor Group starten in Utrecht ein Pilotprojekt zur Integration von Elektrofahrzeugen ins Stromnetz. Bis zu 80 Haushalte sollen dabei Fahrzeuge wie den Kia EV9 und den Hyundai IONIQ 9 als mobile Energiespeicher nutzen.
Im Mittelpunkt steht die Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G), die bidirektionales Laden ermöglicht. Überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien kann in den Fahrzeugbatterien gespeichert und bei hoher Nachfrage wieder ins Netz eingespeist werden. Die Teilnehmer erhalten neben dem Fahrzeug eine bidirektionale Wallbox sowie ein intelligentes Energiemanagementsystem.
Ziel des sechsmonatigen Projekts ist es, das Potenzial von Elektrofahrzeugen als dezentrale Energiespeicher zu untersuchen. Besonders in den Abendstunden soll die gespeicherte Energie zur Entlastung des Stromnetzes beitragen. Vattenfall übernimmt die Installation der Ladeinfrastruktur und erstattet Stromkosten von bis zu 500 Euro.
Das Projekt ist Teil der Vehicle-to-Everything-Strategie (V2X) der Hyundai Motor Group, mit der Elektrofahrzeuge künftig stärker in intelligente Energiesysteme integriert werden sollen.

Der portugiesische Ladeinfrastrukturanbieter i-charging hat mit dem neuen „Blueberry Cluster“ ein Hochleistungsladesystem vorgestellt, das sowohl für Elektro-Pkw als auch für schwere Nutzfahrzeuge ausgelegt ist. Die Lösung kombiniert hohe Ladeleistungen mit einer flexiblen Leistungssteuerung und soll insbesondere an stark frequentierten Verkehrskorridoren sowie in Logistik- und Flottenanwendungen zum Einsatz kommen.
Das System bietet Ladeleistungen von bis zu 500 kW pro Ladepunkt für Pkw. Für schwere Elektro-Lkw kann die verfügbare Leistung dynamisch auf bis zu 600 kW pro Anschluss erhöht werden. Die gesamte installierte Leistung beträgt 1,2 MW und kann perspektivisch auf bis zu 8 MW erweitert werden. Damit soll die Anlage zu den leistungsstärksten derzeit verfügbaren Schnellladesystemen für gemischte Pkw- und Nutzfahrzeuganwendungen gehören.
Ein zentrales Merkmal des Systems soll die intelligente Lastverteilung sein. Die verfügbare Leistung soll dynamisch zwischen den angeschlossenen Fahrzeugen verteilt werden, wodurch eine möglichst hohe Auslastung der Infrastruktur erreicht werden soll. Dies ist insbesondere für Logistikunternehmen interessant, die mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden müssen und dabei kurze Standzeiten benötigen.