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Vattenfall, Hyundai und Kia starten Vehicle-to-Grid-Pilotprojekt in den Niederlanden
Bild: (c) AdobeStock
Der Energieversorger Vattenfall und die Hyundai Motor Group starten gemeinsam ein groß angelegtes Pilotprojekt zur Integration von Elektrofahrzeugen in das Stromnetz. Im niederländischen Utrecht sollen bis zu 80 Haushalte Elektrofahrzeuge der Marken Hyundai und Kia als mobile Energiespeicher nutzen und damit aktiv zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen.
Der Energieversorger Vattenfall und die Hyundai Motor Group starten gemeinsam ein groß angelegtes Pilotprojekt zur Integration von Elektrofahrzeugen in das Stromnetz. Im niederländischen Utrecht sollen bis zu 80 Haushalte Elektrofahrzeuge der Marken Hyundai und Kia als mobile Energiespeicher nutzen und damit aktiv zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen.
Im Mittelpunkt steht die sogenannte Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G), die es ermöglichen soll, Strom nicht nur in die Fahrzeugbatterie zu laden, sondern bei Bedarf auch wieder ins Netz zurückzuspeisen. Die Teilnehmer des sechsmonatigen Pilotprojekts erhalten dafür einen Kia EV9 oder Hyundai IONIQ 9, eine bidirektionale Wallbox sowie ein intelligentes Energiemanagementsystem von Vattenfall.
Ziel des Projekts ist es, die vorhandenen Batteriekapazitäten von Elektrofahrzeugen als dezentrale Energiespeicher zu nutzen. Während der Großteil der Fahrzeuge ohnehin die meiste Zeit geparkt ist, können die Batterien überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien aufnehmen und zu Zeiten hoher Nachfrage wieder ins Netz einspeisen. Insbesondere in den Abendstunden zwischen 16 und 21 Uhr soll die gespeicherte Energie zur Entlastung des Stromnetzes beitragen.

Die Partner sehen darin einen wichtigen Baustein für die Energiewende. Moderne Elektrofahrzeuge verfügen über Batteriekapazitäten von rund 50 bis 100 kWh und bieten damit deutlich größere Speichervolumina als typische Heimspeicher. Durch die Vernetzung vieler Fahrzeuge könnte künftig eine erhebliche zusätzliche Speicherkapazität für erneuerbare Energien entstehen.
Für die Teilnehmer entstehen während der Pilotphase keine zusätzlichen Kosten. Vattenfall übernimmt die Installation der Ladeinfrastruktur und erstattet die Kosten für den zu Hause geladenen Strom bis zu einem Betrag von 500 Euro. Gleichzeitig sammeln die Projektpartner Daten über Nutzerverhalten, Ladezyklen und die Auswirkungen auf das Stromnetz.
Das Projekt ist Teil der umfassenderen Vehicle-to-Everything-Strategie (V2X) der Hyundai Motor Group. Der Konzern verfolgt das Ziel, Elektrofahrzeuge künftig nicht nur als Verkehrsmittel, sondern auch als aktive Bestandteile intelligenter Energiesysteme einzusetzen. Neben den Niederlanden laufen bereits weitere V2G- und V2H-Projekte in Europa und Asien.