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IAA MOBILITY Weekly

Die Mobilitäts-Highlights der Woche 45/2026

Mercedes-Benz, BMW, XPENG

45/2026
Beitrag vom 6. November 2026

Mercedes-Benz entwickelt holografische Displays und neue 800-Volt-Technologie für Elektroautos, BMW erweitert teilautomatisierte Fahrerassistenz ab 2027 auf den Stadtverkehr und XPENG hat mit dem L05 ein neues vollelektrisches Familien-SUV vorgestellt, das Anfang 2027 auch auf den europäischen Markt kommen soll – das sind unsere Top News in Woche 45 des Jahres 2026.

Mercedes-Benz entwickelt holografische Displays und neue 800-Volt-Technologie für Elektroautos, BMW erweitert teilautomatisierte Fahrerassistenz ab 2027 auf den Stadtverkehr und XPENG hat mit dem L05 ein neues vollelektrisches Familien-SUV vorgestellt, das Anfang 2027 auch auf den europäischen Markt kommen soll – das sind unsere Top News in Woche 45 des Jahres 2026.

45/2026
Beitrag vom 6. November 2026
Blick aus einem Mercedes-Benz auf das Armaturenbrett und ein getarntes Auto auf einer Baumallee.
(c) Mercedes-Benz

Mercedes-Benz hat neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte vorgestellt, die künftig die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und ihrer Umgebung sowie die Effizienz elektrischer Antriebssysteme verbessern sollen. Im Mittelpunkt stehen intelligente LED-Anzeigen in Fahrzeugscheiben, holografische Displays in der Windschutzscheibe und ein neuartiger Power Converter für 800-Volt-Anwendungen. Die Technologien befinden sich noch in der Entwicklung und sollen neue Möglichkeiten für Sicherheit, Informationsdarstellung und Energiemanagement eröffnen.

Mit der Integration von Mini- und Mikro-LEDs direkt in Fahrzeugscheiben will Mercedes-Benz neue Kommunikationsmöglichkeiten schaffen. Während Mini-LEDs beispielsweise Bremslichter oder Warnsymbole darstellen sollen, sollen Mikro-LEDs hochauflösende Anzeigen und Animationen ermöglichen. Die Anzeigeelemente sollen im inaktiven Zustand nahezu unsichtbar bleiben. Parallel will der Hersteller ein holografisches Display für die Windschutzscheibe entwickeln, das Informationen mithilfe einer transparenten Spezialfolie und holografischer optischer Elemente sichtbar macht. Dabei sollen Fahrer und Beifahrer unterschiedliche Inhalte angezeigt bekommen können, etwa Navigationshinweise auf der Fahrerseite und Entertainment-Angebote auf der Beifahrerseite.

Ein weiteres Entwicklungsprojekt betrifft einen Power Converter für Hochvoltsysteme mit bis zu 800 Volt. Die Technologie soll programmierbare Mikrowandler nutzen, um Energieflüsse einzelner Batteriezellen oder Zellgruppen gezielt zu steuern und eine konstante Ausgangsspannung bereitzustellen. Die aktuelle Entwicklungsgeneration erreicht eine Leistung von bis zu 3 kW und unterstützt AC- und DC-Anwendungen. Durch die Kombination mehrerer Module soll sich die Leistung flexibel skalieren lassen. Langfristig könnte die Technologie kompaktere und effizientere Batterie- und Antriebssysteme sowie bidirektionales Laden über Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G) ermöglichen. Einen konkreten Zeitplan für den Serieneinsatz der drei Technologien hat Mercedes-Benz bislang nicht genannt.

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Getarntes BMW-Testfahrzeug fährt an einem modernen Gebäude vorbei, während ein Radfahrer kreuzt.
(c) BMW

BMW will ab 2027 neue navigationsgeführte Fahrerassistenzfunktionen für den Stadtverkehr in Deutschland anbieten. Die Technologie soll teilautomatisiertes Fahren nach SAE-Level 2 durchgängig von der Autobahn über Landstraßen bis in den urbanen Raum ermöglichen. Bei aktiver Zielführung über BMW Maps soll das System unter anderem beim Abbiegen, bei Spurwechseln, in Vorfahrtssituationen und beim Durchfahren von Kreisverkehren unterstützen. Der Fahrer muss dabei jederzeit aufmerksam bleiben, das Verkehrsgeschehen überwachen und bei Bedarf eingreifen können. Die erforderlichen Tests im öffentlichen Straßenverkehr wurden nach Herstellerangaben bereits erfolgreich abgeschlossen.

Die neuen Funktionen sollen den bestehenden BMW Autobahn- und City Assistenten erweitern und basieren demnach unter anderem auf der Technologie BMW Symbiotic Drive. Diese ermöglicht es Fahrern, auch bei aktivierter Assistenz durch eigene Lenk-, Brems- oder Beschleunigungsimpulse Einfluss auf die Fahrzeugführung zu nehmen. Das System soll dabei unter anderem die Blickrichtung und das Lenkverhalten des Fahrers berücksichtigen. Zusätzlich werden die Assistenzfunktionen in das BMW Panoramic iDrive integriert. Eine neue 3D-Navigationsansicht soll die Routenführung, das Fahrzeugumfeld und den aktuellen Status der Fahrerassistenz im Zentraldisplay darstellen.

Die Einführung ist zunächst für Deutschland ab 2027 vorgesehen, weitere Märkte sollen schrittweise folgen. Die notwendige Hardware ist laut BMW in den neuen Modellen BMW iX3 und iX4 sowie in allen Varianten der 3er-, 7er- und X5-Baureihe serienmäßig verbaut. Die Funktionen sollen sich dadurch auch nachträglich über Over-the-Air-Updates freischalten lassen. Grundlage für die Zulassung ist die aktualisierte UNECE-Regelung R171 (DCAS Serie 2). Die erforderlichen Tests im Realverkehr wurden nach BMW-Angaben von einem unabhängigen technischen Dienst erfolgreich abgeschlossen. Die behördliche Genehmigung steht noch aus und wird für Anfang 2027 angestrebt.

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Silberner XPENG-SUV parkt an einer Straße mit Blick auf einen See und Berge.
(c) Xpeng

XPENG hat mit dem L05 ein neues vollelektrisches Familien-SUV vorgestellt, das Anfang 2027 auch auf den europäischen Markt kommen soll. Das Modell feierte Ende Oktober 2026 seine Premiere in China und kombiniert ein großzügiges Raumangebot mit selbst entwickelten KI-Technologien für intelligente Fahrassistenzsysteme. Die europäische Version soll 2027 in Brüssel vorgestellt werden.

Im Mittelpunkt der technischen Ausstattung steht der von XPENG entwickelte KI-Chip „Turing“, der gemeinsam mit dem hauseigenen System VLA 2.0 (Vision-Language-Action) die Grundlage für die intelligenten Fahrfunktionen bilden soll. Die Technologie soll visuelle Informationen, Sprachverständnis und Fahrentscheidungen miteinander verknüpfen, um Verkehrssituationen in Echtzeit zu analysieren und entsprechende Fahrmanöver zu unterstützen. XPENG bezeichnet diesen Ansatz als „physische KI“, bei der künstliche Intelligenz mit der realen Fahrzeugumgebung interagiert. Welche konkreten Assistenzfunktionen in Europa verfügbar sein werden, will der Hersteller im Januar 2027 bekannt geben.

Innerhalb der Modellpalette positioniert XPENG den L05 oberhalb des SUV-Coupés L03. Das neue Modell ist als Fünfsitzer konzipiert und soll sich insbesondere an Familien richten. Im Vordergrund stehen ein großzügiges Platzangebot, ein flexibler Innenraum und intelligente Fahrzeugfunktionen. Konkrete Angaben zu Abmessungen, Batteriekapazität, Reichweite, Ladeleistung und Preisen für den europäischen Markt hat XPENG bislang nicht veröffentlicht.

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