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IAA MOBILITY Weekly

Die Mobilitäts-Highlights der Woche 43/2026

NVIDIA, General Motors, CREED

43/2026
Beitrag vom 23. Oktober 2026

NVIDIA baut seine Zusammenarbeit mit europäischen Automobilherstellern und Mobilitätsanbietern beim autonomen Fahren aus, General Motors entwickelt neue Fahrzeugarchitektur mit 40-facher Rechenleistung und KI-Funktionen und das europäische Forschungsprojekt CREED untersucht, wie Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Batteriespeicher künftig zur Stabilisierung der Stromnetze beitragen können - das sind unsere Top News in Woche 43 des Jahres 2026.

NVIDIA baut seine Zusammenarbeit mit europäischen Automobilherstellern und Mobilitätsanbietern beim autonomen Fahren aus, General Motors entwickelt neue Fahrzeugarchitektur mit 40-facher Rechenleistung und KI-Funktionen und das europäische Forschungsprojekt CREED untersucht, wie Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Batteriespeicher künftig zur Stabilisierung der Stromnetze beitragen können - das sind unsere Top News in Woche 43 des Jahres 2026.

43/2026
Beitrag vom 23. Oktober 2026
Vier Autos verschiedener Hersteller vor schwarzem Hintergrund, die NVIDIA repräsentieren.
(c) NVIDIA

NVIDIA baut seine Zusammenarbeit mit europäischen Automobilherstellern und Mobilitätsanbietern beim autonomen Fahren aus. In Berlin präsentierte der US-Technologiekonzern neue Anwendungen seiner Plattform NVIDIA Hyperion, die eine gemeinsame Rechen- und Sensorarchitektur für automatisierte Fahrsysteme bereitstellt. Die Technologie unterstützt die Entwicklung von Funktionen nach Level 3 und Level 4. Zu den Partnern gehören Mercedes-Benz, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Volvo Cars und Bolt. Der Mobilitätsanbieter Bolt will NVIDIAs Softwareplattform Alpamayo Stack für sein europäisches Robotaxi-Programm einsetzen, zunächst in künftigen Fahrzeugen von Lucid.

Mercedes-Benz will gemeinsam mit NVIDIA hochautomatisierte und autonome Fahrfunktionen weiterentwickeln und erwartet in Kürze eine Zulassung für die innerstädtische Punkt-zu-Punkt-Fahrassistenz MB.DRIVE ASSIST PRO in Deutschland. Volkswagen Nutzfahrzeuge präsentierte den autonomen ID. Buzz AD mit NVIDIA Hyperion, während Volvo Cars die Plattform mit eigenen Sicherheits- und Fahrzeugtechnologien kombinieren will. Auch das schwedische Unternehmen Einride setzt bei der nächsten Generation seines autonomen Lkw-Fahrsystems auf NVIDIA-Technologie. Weitere Anwendungen entstehen gemeinsam mit TIER IV und der Technischen Universität München für den autonomen öffentlichen Personenverkehr.

Parallel stellte NVIDIA mit Halos SAFE ein neues Framework zur Sicherheitsbewertung autonomer Fahrzeuge vor, das Simulationen, Prüfstandtests und reale Fahrversuche miteinander verbinden soll. Hinzu kommen neue KI-Werkzeuge wie Alpamayo 2 Edge, das Verkehrssituationen analysieren und Fahrmanöver planen soll, sowie die Entwicklungsumgebung Alpamayo Agentic Factory, deren Veröffentlichung für Anfang 2027 vorgesehen ist. Auch Porsche arbeitet an einer datenbasierten Entwicklungsplattform mit NVIDIA-Technologien und Microsoft Azure, die physische Testfahrten und Entwicklungszeiten deutlich reduzieren soll.

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Schwarzer SUV von General Motors mit Sensoren auf dem Dach fährt auf einer Teststrecke.
(c) General Motors

General Motors (GM) hat eine neue Generation von Fahrzeugtechnologien vorgestellt, die leistungsfähigere Batterien, kompaktere Elektroantriebe und eine zentralisierte Elektronikarchitektur miteinander verbinden soll. Bei den Batterien setzt GM künftig auf die Lithium-Mangan-Rich-Technologie (LMR), die das Verhältnis zwischen Reichweite und Batteriekosten verbessern soll. Gleichzeitig sollen überarbeitete Elektromotoren und Leistungselektronik die Zahl der benötigten Bauteile um 40 Prozent reduzieren.

Im Mittelpunkt steht eine neue Central Compute Unit (CCU), die bislang auf mehrere Steuergeräte verteilte Funktionen wie Antriebssteuerung, Sensordatenverarbeitung und Fahrwerksregelung bündelt. Nach Herstellerangaben bietet die Architektur eine 40-mal höhere Rechenleistung, 30 Prozent weniger Verkabelung und bis zu 50 Prozent schnellere Mobilfunkverbindungen. Die Einführung ist für 2028 im Cadillac ESCALADE IQ vorgesehen. Parallel entwickelt GM den KI-gestützten OnStar AI Assistant, der zunächst im Cadillac LYRIQ des Modelljahres 2027 verfügbar sein soll. Ab 2027 ist außerdem eine neue markenübergreifende OnStar-App geplant.

Darüber hinaus arbeitet GM an neuen automatisierten Fahrfunktionen und plant für 2028 ein System zum autonomen Fahren auf Autobahnen im Cadillac ESCALADE IQ. Auch in Entwicklung und Produktion soll künstliche Intelligenz verstärkt eingesetzt werden. Ziel ist es, die bisherigen Fahrzeugentwicklungszeiten von vier bis fünf Jahren etwa zu halbieren. Bei der Entwicklung seiner neuen LMR-Batterien testete GM nach eigenen Angaben bereits mehr als 300.000 Batterievarianten virtuell, bevor ein erster physischer Prototyp entstand.

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Weißer Elektro-SUV lädt vor einem Wohngebäude an einer Ladestation von CREED.
(c) Creed

Das europäische Forschungsprojekt CREED untersucht, wie Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Batteriespeicher künftig zur Stabilisierung der Stromnetze beitragen können. Im Mittelpunkt stehen intelligente Energiemanagementsysteme, künstliche Intelligenz (KI) und digitale Zwillinge, mit denen sich Stromverbrauch und Energieerzeugung besser aufeinander abstimmen lassen sollen. Ziel ist es, flexible Stromverbraucher gezielt zu steuern, erneuerbare Energien effizienter zu nutzen und die Belastung der Stromnetze zu reduzieren.

Dafür entwickeln die Projektpartner neue Prognose- und Optimierungsverfahren, die Stromerzeugung, Energiebedarf und verfügbare Flexibilitäten vorhersagen sollen. Digitale Zwillinge bilden Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Wärmespeicher virtuell ab, um unterschiedliche Betriebsstrategien zu untersuchen. Ergänzend kommen mathematische Optimierungsverfahren und Reinforcement Learning zum Einsatz. Damit sollen beispielsweise Ladevorgänge von Elektroautos so koordiniert werden, dass sowohl die Anforderungen der Stromnetze als auch die Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigt werden. Zudem untersucht CREED Möglichkeiten zur lokalen Koordination und Vermarktung von Energieflexibilität.

Die entwickelten Technologien sollen an sieben Pilotstandorten in Österreich, Deutschland, Portugal und Tschechien unter realen Bedingungen erprobt werden. An dem Projekt beteiligen sich insgesamt neun europäische Forschungs- und Industriepartner. Koordiniert wird das Konsortium vom österreichischen Forschungszentrum VIRTUAL VEHICLE aus Graz, das insbesondere für die Entwicklung KI-basierter Steuerungs- und Optimierungsmethoden sowie digitaler Zwillinge verantwortlich ist. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie sich flexible Energieverbraucher künftig stärker in intelligente Stromnetze integrieren lassen.

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