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Stellantis treibt Software-Offensive voran und belebt ikonische Marken neu
Bild: (c) Stellantis
Stellantis hat eine umfassende Technologie- und Produktoffensive angekündigt. Im Mittelpunkt stehen die neue globale Fahrzeugarchitektur STLA One, der Ausbau strategischer Softwarepartnerschaften mit Qualcomm und Applied Intuition sowie neue Modelle und Markenstrategien von Citroën, Alfa Romeo und Opel. Der Konzern verfolgt damit das Ziel, seine Fahrzeuge stärker softwaredefiniert, modular und weltweit skalierbar aufzustellen.
Stellantis hat eine umfassende Technologie- und Produktoffensive angekündigt. Im Mittelpunkt stehen die neue globale Fahrzeugarchitektur STLA One, der Ausbau strategischer Softwarepartnerschaften mit Qualcomm und Applied Intuition sowie neue Modelle und Markenstrategien von Citroën, Alfa Romeo und Opel. Der Konzern verfolgt damit das Ziel, seine Fahrzeuge stärker softwaredefiniert, modular und weltweit skalierbar aufzustellen.
STLA One: Neue globale Architektur für softwaredefinierte Fahrzeuge
Mit STLA One hat Stellantis eine neue modulare Fahrzeugarchitektur vorgestellt, die künftig als technologische Basis für zahlreiche Modelle des Konzerns dienen soll. Die Plattform verbindet Hardware, Software, künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste in einer zentralen Architektur und soll das Fundament für die nächste Generation softwaredefinierter Fahrzeuge bilden.
Die neue Plattform soll markenübergreifend einsetzbar sein und unterschiedliche Fahrzeugsegmente, Antriebsarten und Märkte unterstützen. Ziel ist es, Entwicklungszeiten zu verkürzen, Over-the-Air-Updates zu ermöglichen und neue digitale Dienste schneller in Fahrzeuge zu integrieren. Gleichzeitig will Stellantis die Komplexität im Konzern reduzieren und Skaleneffekte schaffen.
Im Zentrum von STLA One stehen drei Kernbereiche: die elektronische Fahrzeugarchitektur STLA Brain, automatisierte Fahrfunktionen über STLA AutoDrive sowie digitale Nutzererlebnisse und Services über STLA SmartCockpit.

Qualcomm liefert Rechenleistung für Cockpit und Assistenzsysteme
Parallel baut Stellantis seine Partnerschaft mit Qualcomm Technologies deutlich aus. Künftig sollen Snapdragon Digital Chassis-Lösungen konzernweit in neuen Fahrzeugarchitekturen eingesetzt werden. Die Technologien umfassen Hochleistungsrechner für Fahrerassistenzsysteme, Konnektivität, Infotainment und digitale Cockpitfunktionen.
Die Zusammenarbeit soll unter anderem die Grundlage für hochautomatisierte Fahrfunktionen und KI-gestützte Nutzererlebnisse schaffen. Gleichzeitig sollen Fahrzeuge leistungsfähigere Prozessoren, schnellere Datenverarbeitung und neue Cloud-Funktionen erhalten.
Stellantis sieht darin einen entscheidenden Schritt hin zu stärker vernetzten und personalisierten Fahrzeugen, die sich kontinuierlich weiterentwickeln können.

Applied Intuition unterstützt Entwicklung von STLA Brain
Auch die Zusammenarbeit mit dem Softwareunternehmen Applied Intuition wird ausgeweitet. Gemeinsam arbeiten beide Unternehmen an der Weiterentwicklung von STLA Brain – der zentralen Softwarearchitektur des Konzerns.
Applied Intuition bringt dabei vor allem Kompetenzen bei Simulation, Fahrzeugsoftware, Entwicklungstools und automatisierten Fahrfunktionen ein. Ziel ist es, Softwareentwicklung und Tests deutlich zu beschleunigen und neue Funktionen schneller auf die Straße zu bringen.
Stellantis will damit die Entwicklung softwaredefinierter Fahrzeuge stärker zentralisieren und gleichzeitig die Nutzererfahrung über alle Marken hinweg verbessern.

Wayve-Partnerschaft soll freihändiges automatisiertes Fahren ermöglichen
Ein weiterer zentraler Baustein der neuen Stellantis-Softwarestrategie ist die Kooperation mit dem britischen KI-Unternehmen Wayve. Gemeinsam wollen beide Unternehmen freihändiges, überwachtes automatisiertes Fahren in großem Maßstab ermöglichen. Dazu wird Wayves KI-basierte Fahrsoftware in die neue Plattform STLA AutoDrive integriert.
Die erste Ausbaustufe fokussiert sich auf sogenanntes „Level 2++“-Fahren. Fahrzeuge sollen damit sowohl auf Autobahnen als auch im Stadtverkehr freihändig und überwacht unterwegs sein können. Fahrer müssen dabei weiterhin aufmerksam bleiben und jederzeit eingreifen können.
Anders als klassische regelbasierte Assistenzsysteme setzt Wayve auf einen KI-zentrierten Ansatz. Die Software lernt aus realen Verkehrssituationen und soll sich flexibel auf unterschiedliche Fahrzeugtypen, Märkte und Verkehrsumgebungen übertragen lassen. Stellantis sieht darin einen entscheidenden Schritt hin zu intuitiveren und natürlicheren Fahrerlebnissen.
Die ersten Serienfahrzeuge mit der neuen Technologie sollen ab 2028 zunächst in Nordamerika auf den Markt kommen. Perspektivisch soll STLA AutoDrive gemeinsam mit Wayve auch höhere Automatisierungsstufen unterstützen.

Citroën belebt den legendären 2CV neu
Neben der Technologieoffensive hat die Stellantis-Marke Citroën angekündigt, den 2CV neu zu interpretieren. Die „Ente“ soll als modernes Elektrofahrzeug zurückkehren und dabei die Grundwerte des Originals von Einfachheit, Erschwinglichkeit und Alltagstauglichkeit behalten.Das Design soll ikonische Elemente des historischen 2CV aufgreifen und gleichzeitig moderne Technologien integrieren.
Auch Alfa Romeo hat seine Zukunftsstrategie konkretisiert. So plant Alfa Romeo, seine Elektrifizierungsstrategie fortzusetzen, gleichzeitig aber den sportlichen Charakter der Marke zu bewahren. Die künftigen Modelle sollen moderne Technologien mit klassischer Alfa-DNA kombinieren.

Erste Bilder des Lancia Gamma
Besonders emotional aufgeladen ist innerhalb der Stellantis-Offensive die Rückkehr des Lancia Gamma. Mit dem neuen Modell will die traditionsreiche italienische Marke ab 2026 wieder im europäischen Premium-D-Segment angreifen. Erste offizielle Bilder zeigen bereits die neue Designsprache des Modells,
Der Gamma soll sowohl mit Hybrid- als auch vollelektrischen Antrieben angeboten werden. Medienberichten zufolge plant Lancia mehrere Elektrovarianten mit Leistungen zwischen 170 kW und 276 kW. Die Reichweite soll je nach Batteriegröße bei bis zu 740 Kilometern liegen. Auch eine leistungsstarke Allradversion gilt als gesetzt.

Der neue Opel Astra mit vier Antriebsarten
Mit dem neuen Astra verfolgt die Stellantis-Marke Opel unterdessen einen bewusst technologieoffenen Ansatz. Das Kompaktmodell wird künftig parallel als batterieelektrischer Astra Electric, Plug-in-Hybrid, Hybrid sowie weiterhin mit effizientem Dieselmotor angeboten. n.
Der Astra Electric soll dabei die vollelektrische Speerspitze der Baureihe bilden. Das Modell soll Reichweiten von bis zu 454 Kilometern ermöglichenParallel dazu wurde auch der Plug-in-Hybrid umfassend weiterentwickelt. Die neue Generation erhält ein leistungsstärkeres elektrisches Antriebssystem, eine größere Batterie und ein neues Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Opel setzt zudem weiterhin bewusst auch auf effiziente Hybrid- und Dieselvarianten.
Auch technologisch wurde der Astra deutlich aufgewertet. Zu den Highlights zählen das hochauflösende Intelli-Lux-HD-Licht mit mehr als 50.000 LED-Elementen, neue Fahrerassistenzsysteme sowie ein modernisiertes digitales Cockpit mit intuitiver Bedienung.
