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Canyon zeigt KI-Helm, intelligentes Predict Bike und V2X-E-Bike für mehr Sicherheit im Straßenverkehr
Bild: (c) Canyon
Canyon hat ein umfassendes Technologiepaket vorgestellt, mit dem die Sicherheit von Radfahrern im Straßenverkehr deutlich verbessert werden soll. Im Mittelpunkt stehen der neue Stingr Smart-Helm mit integriertem Head-up-Display, das Canyon Predict Bike mit künstlicher Intelligenz sowie das Roadlite V2X, das erstmals Vehicle-to-Everything-Kommunikation (V2X) auf ein serienreifes E-Bike überträgt. Gemeinsam sollen die drei Konzepte den Übergang von einer reaktiven zu einer prädiktiven und vernetzten Fahrradsicherheit ermöglichen.
Canyon hat ein umfassendes Technologiepaket vorgestellt, mit dem die Sicherheit von Radfahrern im Straßenverkehr deutlich verbessert werden soll. Im Mittelpunkt stehen der neue Stingr Smart-Helm mit integriertem Head-up-Display, das Canyon Predict Bike mit künstlicher Intelligenz sowie das Roadlite V2X, das erstmals Vehicle-to-Everything-Kommunikation (V2X) auf ein serienreifes E-Bike überträgt. Gemeinsam sollen die drei Konzepte den Übergang von einer reaktiven zu einer prädiktiven und vernetzten Fahrradsicherheit ermöglichen.
Stingr Smart-Helm mit integriertem Head-up-Display
Der neue Stingr Smart-Helm dient als zentrale Benutzerschnittstelle des Canyon Predict Systems. Über ein in das klappbare Visier integriertes Head-up-Display werden sicherheitsrelevante Informationen direkt im Sichtfeld des Fahrers eingeblendet. Dazu zählen Warnungen vor Straßenhindernissen, Informationen über das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer sowie Hinweise für Gruppenfahrten. Um Ablenkungen möglichst gering zu halten, erscheinen die Informationen überwiegend im peripheren Sichtbereich und werden bei Bedarf durch akustische sowie individuell anpassbare haptische Warnsignale ergänzt.
Neben den Sicherheitsfunktionen richtet sich der Helm auch an sportlich orientierte Fahrer. Er kann Leistungsdaten wie Geschwindigkeit, Distanz, Trittfrequenz, Leistung, Steigung oder Höhenmeter anzeigen und verfügt über eine integrierte Herzfrequenzmessung. Darüber hinaus lassen sich Daten externer Sensoren über Bluetooth oder ANT+ einbinden. Sprachsteuerung sowie ein Near-Ear-Audiosystem ermöglichen die freihändige Bedienung und unterstützen zudem Navigationshinweise, Nachrichten oder Telefonate. Alternativ stehen Touch-Bedienelemente an der Außenseite des Helms zur Verfügung.

KI soll Gefahren erkennen, bevor sie sichtbar werden
Dazu wurde das Canyon Predict Bike vorgestellt. Das Konzept kombiniert ein Carbon-Rennrad mit integrierter Edge-KI, Kameras, Radar, einem mehrdimensionalen Bewegungssensor sowie einem im Lenker integrierten Display. Ziel des Systems ist es, Gefahren nicht erst zu erkennen, wenn sie unmittelbar auftreten, sondern Risiken frühzeitig vorherzusagen.
Hierfür analysiert die lokale KI mit 360 Grad Sensorik kontinuierlich Daten aus der Fahrzeugumgebung sowie Fahrparameter wie Geschwindigkeit, Stabilität oder Lenkverhalten. Auf Basis eines situativen Modells bewertet das System potenzielle Gefahren und unterstützt den Fahrer unter anderem mit Prediction Assist, Distance Assist, Terrain Assist und Group Ride Assist. Dadurch sollen beispielsweise kritische Abstände, schwierige Straßenoberflächen oder gefährliche Situationen innerhalb von Fahrergruppen frühzeitig erkannt werden.
Die Datenverarbeitung erfolgt vollständig lokal auf dem Fahrrad und benötigt keine Cloud-Anbindung. Dadurch sollen sowohl kurze Reaktionszeiten als auch ein hoher Datenschutz gewährleistet werden. Zusätzlich könnten künftig adaptive Fahrzeugfunktionen – etwa das automatische Absenken der Sattelstütze in kritischen Situationen – die Fahrstabilität weiter verbessern.

V2X-Technologie vernetzt Fahrrad, Auto und Infrastruktur
Parallel dazu arbeitet Canyon an der Integration von Vehicle-to-Everything-Kommunikation. Beim Canyon Roadlite:ON V2X, das mit Unterstützung der Volkswagen Group erprobt wurde, wurden die neuesten Connectivity-Standards der Autoindustrie erstmals vollständig auf ein serienreifes E-Bike übertragen.
Das System ermöglicht die direkte Kommunikation zwischen Fahrrad, Fahrzeugen und künftig auch intelligenter Verkehrsinfrastruktur. Dadurch können sich Verkehrsteilnehmer gegenseitig erkennen, selbst wenn kein Sichtkontakt besteht. Nähert sich beispielsweise ein Auto einer unübersichtlichen Kreuzung, wird der Fahrer im Fahrzeug auf das Fahrrad hingewiesen. Gleichzeitig erhält der Radfahrer Warnungen über haptische Signale im Lenker sowie visuelle Hinweise auf verbundenen Endgeräten.
Darüber hinaus kann das Konzept-Bike mit intelligenter Infrastruktur kommunizieren, die derzeit unter anderem in Deutschland und den Niederlanden getestet wird. Perspektivisch sollen dadurch Funktionen wie eine „grüne Welle“ für Radfahrer möglich werden. Ergänzt wird das Sicherheitskonzept durch ein dynamisches Bremslicht sowie Radarsysteme, die andere Verkehrsteilnehmer über Fahrmanöver informieren und vor zu geringem Abstand warnen.
