







IAA MOBILITY Weekly
Die Mobilitäts-Highlights der Woche 33/2026
Skoda, Fraunhofer, Clemson University
- Weekly News
- 33/2026

Škoda startet Serienproduktion des neuen Elektro-Flaggschiffs Peaq, Fraunhofer EMI und PowerCo entwickeln Röntgentechnik für sicherere Batteriezellen und die Clemson University hat ein Elektroauto mit positiver Energiebilanz durch Solarzellen entwickelt – das sind die Top News in Woche 33 des Jahres 2026.
Škoda startet Serienproduktion des neuen Elektro-Flaggschiffs Peaq, Fraunhofer EMI und PowerCo entwickeln Röntgentechnik für sicherere Batteriezellen und die Clemson University hat ein Elektroauto mit positiver Energiebilanz durch Solarzellen entwickelt – das sind die Top News in Woche 33 des Jahres 2026.

Škoda hat im Stammwerk Mladá Boleslav die Serienproduktion des neuen Peaq aufgenommen. Das vollelektrische Siebensitzer-SUV wird gemeinsam mit Elroq, Enyaq und dem konventionell angetriebenen Octavia auf einer Fertigungslinie produziert. Für das mit 4,87 Metern bislang größte SUV der Marke wurden unter anderem Fertigungsschienen, Karosseriebau und Montagetechnik angepasst.
Der Peaq basiert auf dem MEB+ und wird mit zwei Batteriegrößen angeboten. Die größere Batterie verfügt über 91 kWh brutto beziehungsweise 86 kWh nutzbare Kapazität und ermöglicht laut Škoda eine Reichweite von mehr als 640 Kilometern. Drei Leistungsstufen zwischen 150 kW (204 PS) und 220 kW (299 PS) sowie Hinterrad- und Allradantrieb stehen zur Wahl. Die Batteriesysteme werden ebenfalls in Mladá Boleslav gefertigt.
Als neues Elektro-Flaggschiff erhält der Peaq zudem bündige Türgriffe, ein Panoramadach mit Dynamic Shade Control und eine Funktion für bidirektionales Laden.

Das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik EMI und PowerCo entwickeln eine neue Hochgeschwindigkeits-Röntgentechnologie, mit der sich Vorgänge im Inneren großformatiger Batteriezellen während extremer Belastungen in Echtzeit beobachten lassen. Bis 2028 soll die Technologie für den industriellen Einsatz bei PowerCo weiterentwickelt und am Standort Salzgitter installiert werden.
Das Verfahren kombiniert Hochleistungs-Röntgentechnik mit einer speziellen Testkammer und erfasst bis zu 1.000 Bilder pro Sekunde. Gleichzeitig werden Temperatur, Druck, Spannung und Gasstrom gemessen. Dadurch lassen sich unter anderem Gasbildung, Materialverschiebungen und Rissbildung während eines Zellversagens direkt analysieren.
Die gewonnenen Daten sollen helfen, Batteriezellen sicherer zu entwickeln und Simulationsmodelle zu verbessern. Erste Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit fließen laut den Partnern bereits in PowerCo-Serienzellen ein. Durch den modularen Aufbau kann die Anlage zudem an unterschiedliche Zellformate und künftige Zellchemien angepasst werden.

Die Clemson University hat mit dem Deep Orange 17 einen elektrischen Fahrzeugprototyp vorgestellt, der im täglichen Stadtverkehr mehr Energie erzeugen soll, als er verbraucht. Das gemeinsam mit dem Forschungs- und Entwicklungsteam von BMW entwickelte Konzept kombiniert mehr als 1.700 integrierte Solarzellen mit konsequentem Leichtbau und einer auf Effizienz optimierten Fahrzeugsteuerung.
Bei einer angenommenen täglichen Fahrstrecke von 20 Kilometern soll der Prototyp unter simulierten Bedingungen in Greenville, Frankfurt, Madrid und Mumbai im Durchschnitt genügend überschüssige Solarenergie für weitere 50 Kilometer Reichweite erzeugen. Die gemeinsam mit dem Fraunhofer ISE entwickelte Photovoltaiktechnik produziert auch während längerer Standzeiten Energie und soll selbst bei teilweise verschatteten Solarflächen weiterarbeiten.
Um den Energiebedarf möglichst gering zu halten, wiegt das Fahrzeug nur rund 550 Kilogramm. Ein Multi-Material-Chassis, optimierte Aerodynamik, Rekuperation und intelligente Drehmomentverteilung sollen die Effizienz zusätzlich steigern. Der zweitürige Prototyp trägt den Namen Luminetta.