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IAA MOBILITY Weekly

Die Mobilitäts-Highlights der Woche 29/2026

Volkswagen, UNECE, Uni Kiel

29/2026
Beitrag vom 17. Juli, 2026

Volkswagen präsentiert ID. Cross als neues elektrisches Kompakt-SUV; UNECE verabschiedet weltweit erstes Regelwerk für vollständig autonome Fahrzeuge und Kieler Forschende entwickeln „sprechende Batterie“ für intelligenteres Batteriemanagement – das sind unsere Top News in Woche 29 des Jahres 2026. 

Volkswagen präsentiert ID. Cross als neues elektrisches Kompakt-SUV; UNECE verabschiedet weltweit erstes Regelwerk für vollständig autonome Fahrzeuge und Kieler Forschende entwickeln „sprechende Batterie“ für intelligenteres Batteriemanagement – das sind unsere Top News in Woche 29 des Jahres 2026. 

29/2026
Beitrag vom 17. Juli, 2026
Volkswagen ID. Cross Kompakt-SUV in Frontalansicht schräg von vorn im Studio.
(c) Volkswagen

Volkswagen erweitert seine Elektrofahrzeugpalette um den ID. Cross, ein neues vollelektrisches Kompakt-SUV auf Basis der MEB+-Plattform. Das Modell bietet bei einer Länge von 4,15 Metern ein großzügiges Raumangebot, einen 475 Liter großen Stauraum sowie einen zusätzlichen 25-Liter-Frunk. Im Innenraum kommen ein digitales Cockpit, ein 12,9-Zoll-Infotainmentdisplay und hochwertige Materialien zum Einsatz. 

Zum Marktstart stehen drei Leistungsstufen mit 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS) sowie zwei Batteriegrößen mit 37 beziehungsweise 52 kWh zur Wahl. Die maximale Reichweite beträgt bis zu 427 Kilometer. Die AC-Ladeleistung beträgt an der heimischen Wallbox und öffentlichen Ladesäulen 11 kW. Die kleinere Batterie kann an DC-Schnellladesäulen mit bis zu 90 kW von 10 auf 80 Prozent in circa 23 Minuten geladen werden. Bei der größeren Version mit 52 kWh erfolgt das Laden von 10 auf 80 Prozent mit bis zu 105 kW – und einer besonders stabil verlaufenden Ladekurve – innerhalb von circa 24 Minuten 

Der ID. Cross übernimmt zudem zahlreiche Komfort- und Assistenzsysteme aus höheren Fahrzeugklassen. Dazu gehören unter anderem Connected Travel Assist mit Ampelerkennung, One-Pedal-Driving, Park Assist Pro, eine 360-Grad-Kamera sowie optional ein adaptives DCC-Fahrwerk, Massage-Sitze, Harman-Kardon-Soundsystem, Panoramadach und Vehicle-to-Load. Mit der größeren Batterie dürfen Anhänger bis zu 1.200 Kilogramm gezogen werden. 


Auto fährt durch eine Stadtstraße mit hervorgehobener Spurführung eines Assistenzsystems.
(c) UNECE

Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) hat das weltweit erste internationale Regelwerk für vollständig autonome Fahrzeuge verabschiedet. Die neue Verordnung schafft einheitliche Sicherheitsstandards für fahrerlose Fahrsysteme (ADS) und soll deren internationale Zulassung und Markteinführung beschleunigen. 

Kern des Regelwerks sind ein harmonisiertes Zulassungsverfahren, ein Safety-Case-Ansatz sowie ein umfassendes Sicherheitsmanagementsystem. Hersteller müssen nachweisen, dass ihre Systeme mindestens das Sicherheitsniveau eines kompetenten menschlichen Fahrers erreichen und kontinuierlich überwacht werden. Zudem schreibt die Verordnung Tests auf Simulationen, Teststrecken und im realen Straßenverkehr sowie die Speicherung sicherheitsrelevanter Fahrzeugdaten vor. 

Der technologieoffene Rechtsrahmen soll den Einsatz autonomer Fahrzeuge in unterschiedlichen Anwendungsbereichen – vom Autobahnverkehr bis zum urbanen Einsatz – ermöglichen. 


Nahaufnahme eines elektronischen Batteriemoduls mit angeschlossenen Kabeln auf einem Labortisch.
(c) Christin Anders / Uni Kiel

Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel haben ein neues Kommunikationssystem entwickelt, das Sensoren im Inneren einer Batteriezelle ohne zusätzliche Datenleitungen mit dem Batteriemanagement verbindet. Die sogenannte „sprechende Batterie“ überträgt Messdaten über die bestehenden Stromleitungen und soll Batteriemanagementsysteme einfacher, kostengünstiger und sicherer machen. 

Ein in die Batteriezelle integrierter Schaltkreis wandelt Temperaturmesswerte in digitale Signale um und überträgt sie über die Lade- und Entladeanschlüsse. Dadurch könnten gegenüber herkömmlichen Lösungen mit separaten Sensorleitungen rund 35 Prozent Kosten eingespart werden. 

Langfristig soll das Konzept die kontinuierliche Überwachung des Zellzustands ermöglichen und sich auch für weitere Sensoren wie Druck- oder Gassensoren eignen. Einsatzmöglichkeiten sehen die Forschenden unter anderem in Elektrofahrzeugen, stationären Energiespeichern und Heimspeichern. 

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