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Volkswagen und Qualcomm vertiefen Zusammenarbeit für zukünftige Infotainment- und Software-Architekturen
Der Volkswagen-Konzern und der US-Halbleiterhersteller Qualcomm Technologies haben eine Absichtserklärung über eine langfristige Lieferkooperation unterschrieben, die ab dem Jahr 2027 leistungsfähige System-on-Chips (SoCs) von Qualcomm für VW-Fahrzeuge vorsieht. Diese Chips sollen zentrale Funktionen für Infotainment, Konnektivität und darüber hinaus auch automatisierte Fahrfunktionen liefern und Teil der neuen „Software-Defined Vehicle“-Architektur (SDV) des Konzerns werden.
Der Volkswagen-Konzern und der US-Halbleiterhersteller Qualcomm Technologies haben eine Absichtserklärung über eine langfristige Lieferkooperation unterschrieben, die ab dem Jahr 2027 leistungsfähige System-on-Chips (SoCs) von Qualcomm für VW-Fahrzeuge vorsieht. Diese Chips sollen zentrale Funktionen für Infotainment, Konnektivität und darüber hinaus auch automatisierte Fahrfunktionen liefern und Teil der neuen „Software-Defined Vehicle“-Architektur (SDV) des Konzerns werden.
Im Mittelpunkt steht die Snapdragon Digital Chassis von Qualcomm
Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht die Integration von Qualcomms sogenanntem Snapdragon Digital Chassis in die technische Plattform von Volkswagen, die gemeinsam mit dem US-Startup Rivian Automotive im Joint Venture RV Tech entwickelt wird, um intuitive, personalisierte digitale Fahrerlebnisse auf Basis der zonalen SDV-Architektur zu entwickeln. Ziel ist es, modulare Hochleistungs-Zentralrechner einzusetzen, die sämtliche Fahrzeugfunktionen hochautomatisiert steuern – vom digitalen Cockpit über Assistenzsysteme bis zu Vernetzungs- und Komfortfeatures. VW plant, diese SDV-Architektur zunächst in seinem elektrischen Kompaktmodell ID.Every1 einzuführen, das voraussichtlich 2027 auf den Markt kommt, und später in weiteren Fahrzeugen auf Basis der Scalable Systems Platform (SSP).
Qualcomms Chips sollen dabei nicht nur klassische Infotainment-Aufgaben übernehmen, sondern auch fortschrittliche Vernetzungs- und Assistenzfunktionen ermöglichen. Dazu zählen unter anderem 5G-Kommunikation, V2X-Technologien für Fahrzeug-zu-Umfeld-Kommunikation sowie KI-gestützte Anwendungen, die personalisierte Fahrerlebnisse erlauben – etwa intelligente Sprach- und Gestensteuerung, adaptive Komforteinstellungen oder Routenoptimierung. Die modulare Systemarchitektur erlaubt zudem Over-the-Air-Updates, sodass Fahrzeuge über Jahre hinweg softwareseitig erweitert und auf dem neuesten Stand gehalten werden können.

Automated Driving Alliance (ADA) will KI-basiertes Gesamtsystem für hochautomatisiertes Fahren entwickeln
Darüber hinaus beabsichtigt die Automated Driving Alliance (ADA), die gemeinsame Initiative von CARIAD und Bosch, die Snapdragon Ride Elite Plattform – Qualcomms leistungsstärkste Automotive-Compute-Plattform – einzusetzen, um die Entwicklung des automatisierten Fahrens voranzutreiben. Ziel von ADA ist ein KI-basiertes Gesamtsystem für hochautomatisiertes Fahren, das marken- und modellübergreifend skalierbar und vollständig kompatibel mit der SDV-Architektur ist. Dank einer End-to-End-KI-Architektur soll Snapdragon Ride Elite extrem niedrige Latenzzeiten für die Sensorverarbeitung und Echtzeit-Entscheidungen ermöglichen.
Die angestrebte Lieferkooperation wird derzeit aktiv von AUDI AG und Marke Volkswagen Pkw vorangetrieben, mit dem Ziel einer konzernweiten Wirkung. Im Rahmen der Absichtserklärung wollen die Konzernmarken zudem Snapdragon® 5G Modem-RF und V2X-Technologie in ihre kommenden SDV-basierten Fahrzeuge integrieren. Dies soll ultraschnelle Konnektivität und Echtzeit-Kommunikation für ein sichere, intelligentes und vernetztes Fahren ermöglichen.
