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Polestar stärkt Batteriezirkularität: 50 Prozent recyceltes Kobalt in Polestar 2 und Polestar 3
Der schwedische Elektroautohersteller Polestar treibt seine Strategie für eine zirkuläre Batteriewirtschaft konsequent voran und hat nun nach eigenen Angaben einen weiteren Meilenstein erreicht: Die Batterien der Modelle Polestar 2 und Polestar 3 sollen nun mindestens 50 Prozent recyceltes Kobalt enthalten. Damit will das Unternehmen ein deutliches Signal für den Wandel hin zu nachhaltigeren Lieferketten und einer ressourcenschonenden Elektromobilität.
Der schwedische Elektroautohersteller Polestar treibt seine Strategie für eine zirkuläre Batteriewirtschaft konsequent voran und hat nun nach eigenen Angaben einen weiteren Meilenstein erreicht: Die Batterien der Modelle Polestar 2 und Polestar 3 sollen nun mindestens 50 Prozent recyceltes Kobalt enthalten. Damit will das Unternehmen ein deutliches Signal für den Wandel hin zu nachhaltigeren Lieferketten und einer ressourcenschonenden Elektromobilität.

Fokus auf reduzierte Rohstoffabhängigkeit und mehr Transparenz
Der erhöhte Einsatz recycelter Materialien ist Teil einer umfassenden Strategie, mit der Polestar die Abhängigkeit von Primärrohstoffen verringern und gleichzeitig die Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette erhöhen will. Ziel ist es, wertvolle Rohstoffe möglichst lange im Kreislauf zu halten und ihre Verfügbarkeit langfristig zu sichern.
Zirkularität über den gesamten Lebenszyklus
Polestar will das Konzept der Zirkularität über die reine Materialbeschaffung hinausdenken. So liegt während der Nutzungsphase der Fahrzeuge ein zentraler Fokus darauf, die Lebensdauer der Batterien zu verlängern und ihren Wert möglichst lange zu erhalten. Dies soll sowohl ökologische Vorteile bringen als auch den Kundennutzen steigern, etwa durch eine höhere Langlebigkeit der Energiespeicher.

Aufbereitung statt Austausch: Geschlossene Batteriekreisläufe
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist die Zusammenarbeit mit den Batteriezentren von Volvo Cars. Dort werden Hochvoltbatterien aufbereitet und erneut eingesetzt. Muss bei einem Fahrzeug die Batterie ersetzt werden, sollen Kunden eine aufgearbeitete Batterie mit vergleichbarem Gesundheitszustand erhalten. Dieser Ansatz soll dazu beitragen, geschlossene Materialkreisläufe zu etablieren, den Ressourcenverbrauch zu senken und gleichzeitig den Werterhalt der Fahrzeuge zu sichern.
Globale Recyclingpartnerschaften im Aufbau
Parallel dazu baut Polestar in allen relevanten Märkten Recyclingpartnerschaften auf. Ziel ist es, Batterielebenszyklen zu verlängern und die Rückgewinnung wertvoller Materialien weiter zu maximieren.

Nachhaltige Materialien und reduzierte Komplexität
Über die Batterie hinaus setzt Polestar nach eigenen Angaben auf eine Vielzahl zirkulärer Materiallösungen. Dazu zählen unter anderem recyceltes Aluminium und Stahl, Teppiche aus ECONYL®-Polyamid sowie Garne aus PET-Abfällen. Ergänzt wird dieser Ansatz durch eine reduzierte Materialkomplexität, modulare Fahrzeugarchitekturen und den verstärkten Einsatz von Monomaterialien. Ziel ist es, Fahrzeuge zu entwickeln, die sowohl leistungsfähig als auch nachhaltig konstruiert sind.
Transparenz als zentraler Bestandteil der Strategie
Seit 2020 verfolgt Polestar zudem einen konsequenten Ansatz zur Klimatransparenz. Für jedes Modell werden Lebenszyklusanalysen veröffentlicht und die CO₂-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette offengelegt. Der Polestar 2 war dabei das erste Fahrzeug, welches über Blockchain-Technologie rückverfolgbares Kobalt integrierte. Seit 2020 konnte Polestar nach eigenen Angaben so die relativen CO₂-Emissionen pro Fahrzeug um 25 Prozent senken.