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Neue Bordnetzarchitekturen: Forschungsprojekt macht Elektrofahrzeuge sicherer und zuverlässiger
Bild: (c) DigitalLotsenAT
Ein österreichisches Forschungsprojekt zeigt, wie sich die elektrische Architektur von Elektrofahrzeugen grundlegend weiterentwickeln lässt. Im Projekt REDSEL haben Silicon Austria Labs gemeinsam mit Industriepartnern neue Bordnetzkonzepte entwickelt, die künftig für mehr Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit sorgen sollen.
Ein österreichisches Forschungsprojekt zeigt, wie sich die elektrische Architektur von Elektrofahrzeugen grundlegend weiterentwickeln lässt. Im Projekt REDSEL haben Silicon Austria Labs gemeinsam mit Industriepartnern neue Bordnetzkonzepte entwickelt, die künftig für mehr Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit sorgen sollen.
Neue Architektur ersetzt klassische Systeme
Im Zentrum des Projekts steht eine neuartige Bordnetzarchitektur, die Hochvolt- und Niedervoltsysteme enger miteinander verzahnt. Ziel ist eine flexible und fehlertolerante Energieversorgung, die auch bei Ausfällen einzelner Komponenten stabil bleibt.
Ein entscheidender Ansatz: Langfristig könnte die klassische 12-Volt-Batterie überflüssig werden, da die Versorgung direkt aus dem Hochvoltsystem erfolgt.
Redundanz sorgt für höhere Betriebssicherheit
Ein zentrales Element ist eine redundante Systemarchitektur mit aktiver Lastverteilung zwischen zwei Hochvoltbatterien. Dadurch soll die Belastung gleichmäßig verteilt und die Ausfallsicherheit deutlich erhöht werden.
Ergänzt wird das Konzept durch einen neu entwickelten Leistungselektronik-Wandler mit mehreren Eingängen, der besonders kompakt und effizient ausgelegt ist.

Moderne Halbleiter steigern Effizienz und Leistung
Technologisch setzt das Projekt auf moderne Halbleiterlösungen. Im Hochvoltbereich kommen 750-Volt-Siliziumkarbid-MOSFETs zum Einsatz, während im Niedervoltbereich erstmals 30-Volt-Leistungshalbleiter verwendet werden.
Diese Kombination soll eine höhere Effizienz ermöglichen und gleichzeitig Energieverluste im System reduzieren.
Ein weiterer Innovationsschritt betrifft die Sicherheitsarchitektur: Klassische mechanische Relais werden durch elektronische Halbleiterschalter ersetzt.Die entwickelten Technologien wurden in einem Systemdemonstrator getestet. Dieser soll zeigen, dass sich die neuen Bordnetzarchitekturen bereits heute skalierbar und praxistauglich umsetzen lassen.
Das Projekt lief über zwei Jahre und gilt als wichtiger Schritt hin zu einer neuen Generation elektrischer Fahrzeugsysteme.