IAV und Nexperia entwickeln neue Hochspannungsarchitektur für effizientere Elektrofahrzeuge

Automatisierte Halbleiterfertigung in einer Produktionsanlage.Automatisierte Halbleiterfertigung in einer Produktionsanlage.Automatisierte Halbleiterfertigung in einer Produktionsanlage.Automatisierte Halbleiterfertigung in einer Produktionsanlage.Automatisierte Halbleiterfertigung in einer Produktionsanlage.Automatisierte Halbleiterfertigung in einer Produktionsanlage.Automatisierte Halbleiterfertigung in einer Produktionsanlage.Automatisierte Halbleiterfertigung in einer Produktionsanlage.

Mobility

IAV und Nexperia entwickeln neue Hochspannungsarchitektur für effizientere Elektrofahrzeuge

Bild: (c) NXPERIA

News
Beitrag vom 19. Juni, 2026

Der Engineering-Dienstleister IAV und der Halbleiterhersteller Nexperia arbeiten gemeinsam an einer neuen Generation von Hochspannungsarchitekturen für Elektrofahrzeuge. Im Mittelpunkt steht das sogenannte „ONE Inverter“-Konzept, das die Nutzung der Batteriekapazität optimieren und die Effizienz künftiger Elektrofahrzeuge steigern soll. 

Der Engineering-Dienstleister IAV und der Halbleiterhersteller Nexperia arbeiten gemeinsam an einer neuen Generation von Hochspannungsarchitekturen für Elektrofahrzeuge. Im Mittelpunkt steht das sogenannte „ONE Inverter“-Konzept, das die Nutzung der Batteriekapazität optimieren und die Effizienz künftiger Elektrofahrzeuge steigern soll. 

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Beitrag vom 19. Juni, 2026

Anders als bei heutigen Batteriesystemen, bei denen die Leistung des gesamten Akkus häufig durch die schwächste Zelle begrenzt wird, ermöglicht das ONE-Inverter-Konzept eine individuelle Steuerung einzelner Batterieabschnitte. Mithilfe einer softwaredefinierten Architektur können Batteriezellen entsprechend ihres tatsächlichen Zustands und ihrer Leistungsfähigkeit genutzt werden. Dadurch soll die verfügbare Energie effizienter eingesetzt und die Robustheit des Gesamtsystems erhöht werden. 

Die Grundlage bildet eine von IAV entwickelte softwaredefinierte Systemarchitektur inklusive Batteriesteuerungsstrategie. Diese erlaubt die dynamische Zuordnung und Steuerung einzelner Batterieeinheiten und integriert Funktionen, die bislang auf mehrere separate Leistungselektroniksysteme verteilt sind, in einem zentralen Systemkonzept. 

Elektroauto an Ladestation neben zwei Nexperia-Chips.
(c) Nexperia

Möglich soll dieser Ansatz durch die Wide-Bandgap-Halbleitertechnologien von Nexperia werden. Insbesondere ein bidirektionales Galliumnitrid-Bauelement (GaN) ermöglicht das schnelle und effiziente Schalten auf Batteriezellebene. Ergänzt wird das Konzept durch weitere Halbleiterlösungen aus dem Portfolio des Unternehmens, darunter Siliziumkarbid-Technologien (SiC) sowie bipolare Leistungshalbleiter. 

Die Partner sehen darin einen wichtigen Schritt hin zu softwaredefinierten Fahrzeugarchitekturen. Durch die intelligente Steuerung einzelner Batteriezellen könnten künftig Reichweite, Energieeffizienz und Lebensdauer von Batteriesystemen verbessert werden. Gleichzeitig soll die Technologie neue Möglichkeiten für flexiblere und widerstandsfähigere Fahrzeugplattformen eröffnen. 

Ein gemeinsam entwickelter Labordemonstrator konnte die technische Machbarkeit des Konzepts bereits nachweisen.  

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