Getarntes Volkswagen-Fahrzeug fährt bei Dämmerung auf einer Hochstraße über dichtem Stadtverkehr.Getarntes Volkswagen-Fahrzeug fährt bei Dämmerung auf einer Hochstraße über dichtem Stadtverkehr.Getarntes Volkswagen-Fahrzeug fährt bei Dämmerung auf einer Hochstraße über dichtem Stadtverkehr.Getarntes Volkswagen-Fahrzeug fährt bei Dämmerung auf einer Hochstraße über dichtem Stadtverkehr.Getarntes Volkswagen-Fahrzeug fährt bei Dämmerung auf einer Hochstraße über dichtem Stadtverkehr.Getarntes Volkswagen-Fahrzeug fährt bei Dämmerung auf einer Hochstraße über dichtem Stadtverkehr.Getarntes Volkswagen-Fahrzeug fährt bei Dämmerung auf einer Hochstraße über dichtem Stadtverkehr.Getarntes Volkswagen-Fahrzeug fährt bei Dämmerung auf einer Hochstraße über dichtem Stadtverkehr.

Mobility

Volkswagen Group China präsentiert VEGA-Technologieplattform mit 850-Volt-Technologie und KI-Fahrassistenz

Bild: (c) Volkswagen

Beitrag vom

Volkswagen Group China hat auf ihrem Technologietag im chinesischen Hefei die neue Technologieplattform VEGA vorgestellt. Sie kombiniert lokal entwickelte Fahrzeugplattformen, eine zentrale Elektronikarchitektur und KI-gestützte Fahrerassistenzsysteme. Mit der Technologie will der Konzern die Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge beschleunigen, Softwarefunktionen effizienter bereitstellen und bis 2027 die technischen Voraussetzungen für automatisiertes Fahren auf SAE-Level 3 schaffen. 

Präsentator neben einem roten ID. ERA 5X SUV auf der Bühne vor dem Volkswagen VEGA-Technologielogo.
(c) Volkswagen

VEGA vereint dabei drei zentrale Technologiebereiche: die Fahrzeugplattformen Compact Main Platform (CMP) und China Scalable Platform (CSP), die China Electronic Architecture (CEA) sowie die lokal entwickelten Fahrerassistenzsysteme.

Die CMP ist für kompakte Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride vorgesehen. In der effizientesten Ausführung sollen Elektroautos auf dieser Plattform eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern nach dem chinesischen CLTC-Zyklus bei einem Verbrauch von rund 11 kWh pro 100 Kilometer erreichen. Die Batterie soll sich innerhalb von 25 Minuten von 30 auf 80 Prozent laden lassen.

Die größere CSP-Plattform richtet sich an batterieelektrische Oberklassefahrzeuge und Modelle mit Range Extender. Für Elektrofahrzeuge nennt Volkswagen eine angestrebte Reichweite von mehr als 800 Kilometern bei einem Verbrauch von unter 13 kWh pro 100 Kilometer. Fahrzeuge mit Range Extender sollen eine kombinierte Reichweite von über 1.500 Kilometern erreichen. Dank einer Hochvoltarchitektur mit mehr als 850 Volt Spitzenspannung soll ein Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent nur 13 Minuten dauern.

Präsentator neben einem Volkswagen-SUV auf einer Bühne mit chinesischem Text auf einer Leinwand.
(c) Volkswagen

Neue Elektronikarchitektur ermöglicht regelmäßige Softwareupdates

Mit der China Electronic Architecture will Volkswagen  zudem eine zentrale Elektronikarchitektur für softwaredefinierte Fahrzeuge entwickeln. Sie soll unterschiedliche Fahrzeugsegmente und Antriebsarten abdecken und regelmäßige Softwareaktualisierungen ermöglichen.

Noch 2026 soll die Architektur in fünf lokal produzierten Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen, darunter der ID. UNYX 06, ID. UNYX 07 und ID. ERA 5X,  ID. AURA T6 and ID. AURA L5.. Ab 2027 sollen auch Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor folgen.

Volkswagen plant, größere Softwarefunktionen künftig im Abstand von drei Monaten zu aktualisieren und die Architektur alle zwei Jahre umfassend weiterzuentwickeln. Bis 2029 soll mit CEA 3.0 eine stärker KI-basierte Architektur entstehen, die perspektivisch automatisierte Fahrfunktionen bis SAE-Level 4 unterstützen kann.
 

Getarntes Volkswagen-Fahrzeug fährt auf einer kurvigen Küstenstraße mit grünen Fahrbahnmarkierungen.
(c) Volkswagen

KI verkürzt Softwaretests von drei Tagen auf wenige Stunden

Zur Beschleunigung der Fahrzeugentwicklung setzt Volkswagen auf die selbst entwickelte KI-Werkzeugkette C-Brain. Das System unterstützt Entwickler bei der Softwareprogrammierung, Fehleranalyse und Validierung neuer Funktionen.

Nach Unternehmensangaben lassen sich Softwaretests, die bislang bis zu drei Tage benötigten, innerhalb von zwei bis drei Stunden abschließen. Auch die Fehlerbehebung soll deutlich schneller erfolgen: Prozesse, die bisher teilweise zwei Wochen dauerten, könnten unter bestimmten Bedingungen innerhalb von 20 Minuten abgeschlossen werden.

Seit dem dritten Quartal 2026 führt der Konzern zudem KI-Agenten in Fahrzeugen mit CEA-Architektur ein. Diese unterstützen unter anderem die Sprachsteuerung, Reiseplanung und Unterhaltungsfunktionen.

Präsentator neben einem roten Volkswagen-SUV auf einer Bühne mit blauer Schallwellen-Grafik.
(c) Volkswagen

Automatisiertes Fahren auf Level 3 ab 2027 technisch möglich

Parallel entwickelt Volkswagen Group China mit Hyper Sense 8 (HS8) ein eigenes Fahrerassistenzsystem der Kategorie L2++. Es soll 2026 in sieben neuen elektrifizierten Fahrzeugmodellen der chinesischen Joint Ventures eingesetzt werden und navigationsbasierte Fahrfunktionen auf Autobahnen und im Stadtverkehr sowie automatisiertes Parken ermöglichen.

Für die Entwicklung nutzt der Konzern das KI-Weltmodell GAIA 2.0. Dieses simuliert nach Herstellerangaben täglich Verkehrssituationen im Umfang von rund fünf Millionen Fahrkilometern und greift auf bis zu 30 Millionen aufgezeichnete Fahrszenarien zurück.

Bis 2027 will Volkswagen die technische Einsatzbereitschaft für automatisiertes Fahren auf SAE-Level 3 erreichen. Eine Genehmigung für entsprechende Straßentests hat das Unternehmen bereits im chinesischen Hefei erhalten. Darüber hinaus entwickelt Volkswagen mit dem C7H einen eigenen Chip für zukünftige automatisierte Fahrfunktionen bis SAE-Level 4.

Getarntes Volkswagen-Fahrzeug fährt bei Dämmerung auf einer Hochstraße über dichtem Stadtverkehr.
(c) Volkswagen

China-Technologien sollen künftig auch in Südamerika eingesetzt werden

Mit der Strategie „In China, Beyond China“ will Volkswagen die in China entwickelten Fahrzeugplattformen und Softwaretechnologien künftig auch international nutzen.

Bereits heute exportiert der Konzern in China produzierte Fahrzeuge unter anderem in den Nahen Osten, nach Usbekistan, Kasachstan und in Länder südlich der Sahara. Bis Ende 2026 sollen weitere Märkte wie Mexiko, Ägypten und Vietnam hinzukommen.

Noch vor Ende des Jahrzehnts soll Südamerika als erste Region außerhalb Chinas Fahrzeuge auf Basis der CMP-Plattform und der CEA-Elektronikarchitektur erhalten. Die Technologien sollen dort für unterschiedliche Antriebsarten eingesetzt werden können, darunter Elektro-, Hybrid- und Verbrennungsantriebe.

Weitere Artikel