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Škoda DuoBell: Škoda stellt innovative Fahrradklingel vor
Bild: (c) Škoda
Mit der DuoBell hat Škoda eine ungewöhnliche, aber hochrelevante Innovation für den urbanen Verkehr vorgestellt: eine Fahrradklingel, die speziell dafür entwickelt wurde, auch von Fußgängern mit Active-Noise-Cancelling-Kopfhörern wahrgenommen zu werden. Das Projekt greift ein wachsendes Sicherheitsproblem auf und verbindet klassische Mechanik mit moderner Akustikforschung.
Mit der DuoBell hat Škoda eine ungewöhnliche, aber hochrelevante Innovation für den urbanen Verkehr vorgestellt: eine Fahrradklingel, die speziell dafür entwickelt wurde, auch von Fußgängern mit Active-Noise-Cancelling-Kopfhörern wahrgenommen zu werden. Das Projekt greift ein wachsendes Sicherheitsproblem auf und verbindet klassische Mechanik mit moderner Akustikforschung.

In Städten wie London hat sich diese Entwicklung bereits messbar ausgewirkt: Die Zahl der Kollisionen zwischen Radfahrern und unaufmerksamen Fußgängern ist 2024 laut Transport of London um 24 Prozent gestiegen. Gleichzeitig tragen dort viele Fußgänger ANC-Kopfhörer.
Um dieses Problem zu lösen, arbeitete Škoda mit Akustik-Experten der University of Salford zusammen. Ziel war es, herauszufinden, welche Geräusche trotz ANC-Technologie wahrnehmbar bleiben.
Die Forscher identifizierten dabei einen entscheidenden Frequenzbereich – eine sogenannte „Safety Gap“ zwischen 750 und 780 Hertz, die von ANC-Systemen nur unzureichend unterdrückt wird. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage für die Konstruktion der DuoBell.
Die DuoBell nutzt ein rein mechanisches Konzept, um genau diesen Effekt auszunutzen. Sie kombiniert zwei akustische Prinzipien:Ein Resonator erzeugt gezielt Töne im kritischen Frequenzbereich. Ein zweiter Resonator ergänzt höhere Frequenzen Ein spezieller Schlagmechanismus erzeugt schnelle, unregelmäßige Impulse. Diese Kombination soll dafür sorgen, dass die Klangsignale für ANC-Algorithmen schwer vorhersehbar sind und daher nicht effektiv herausgefiltert werden können.
Tests zeigten einen klaren Sicherheitsgewinn: Die DuoBell wurde von Personen demnach mit ANC-Kopfhörern bis zu fünf Sekunden früher und aus einer Distanz von bis zu 22 Metern weiter entfernt wahrgenommen als herkömmliche Fahrradklingeln.

Dieser Zeitgewinn kann im Straßenverkehr entscheidend sein, um rechtzeitig zu reagieren und Unfälle zu vermeiden.
Neben Laboruntersuchungen wurde die Klingel auch im realen Stadtverkehr getestet – unter anderem mit Fahrradkurieren in London. Die Rückmeldungen zeigen, dass die DuoBell auch im Alltag zuverlässig funktioniert und von Nutzern positiv bewertet wird.
Bemerkenswert ist der Ansatz hinter der Entwicklung: Statt auf Elektronik oder Vernetzung zu setzen, bleibt die DuoBell vollständig mechanisch.
Škoda bezeichnet sie selbst als „analoge Lösung für ein digitales Problem“ – eine einfache, robuste Konstruktion, die gezielt die Grenzen moderner Technologie ausnutzen soll.
Mit der DuoBell will Škoda zeigen, wie sich klassische Sicherheitskonzepte an neue technologische Realitäten anpassen lassen.